Joseph Pujol

Was ein Glück für das Steinreich, dass Pujol’s Vater ein Steinmetz war :mrgreen:
Wenn s’Arscherl brummt, is s’Herzerl gsund
und am Rosenmontag soll es hier nach Rosen duften…

Joseph Pujol

Joseph Pujol (* 1. Juni 1857 in Marseille; † 1945) war ein unter seinem Künstlernamen Le Pétomane bekannter Kunstfurzer. Der Name leitet sich von dem französischen Verb péter (furzen) ab.

Leben
Joseph Pujol wurde als eines von fünf Kindern des Steinmetzen und Bildhauers François Pujol und seiner Frau Rose in der Rue des Incurables 13 geboren. Nach 13 Jahren Schule begann er eine Lehre als Bäcker und arbeitete anschließend als Bäckermeister im Quartier Saint Charles in einem der Häuser, die sein Vater gebaut hatte. 1883 heiratete er Elisabeth Olivier, die Tochter eines Metzgers, mit der er zehn Kinder hatte. Seine Frau starb 1930.

Seine Bekanntheit verdankte er dem Engagement im Moulin Rouge, wo er auf der Elefantenbühne, die im Garten gelegen war und ihren Namen der Dekoration mit einem Elefanten verdankte, in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts auftrat. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere in den Jahren von 1890 bis 1894 soll seine Gage höher als die von Sarah Bernhardt gewesen sein.

Bereits in seiner Jugend entdeckte Pujol sein Talent, durch Kontrolle seines Darmschließmuskels Luft anzusaugen, in Form geruchsfreier Darmgeräusche wieder auszustoßen und dabei die Tonhöhe zu modulieren, wobei er später bei seinen Bühnenauftritten auch einen Schlauch einsetzte oder Blasinstrumente mit dem Hintern spielte. Sein erstaunliches Repertoire umfasste populäre Melodien wie das Kinderlied „Au clair de la lune“ oder „Le bon roi Dagobert“, die Imitation von Musikinstrumenten wie der Tuba bis hin zu einer eigenen Improvisation über die Geräuschkulisse des Erdbebens in San Francisco von 1906.

Nach seiner Zeit im Moulin Rouge gründete er sein eigenes Theater, das Théâtre Pompadour, das in einem kleinen Zelt auf Tournee ging und in dem neben Pujol auch noch andere Künstler auftraten. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 beendete er seine Bühnenkarriere und kehrte in seine Bäckerei zurück. 1922 gründete er eine Fabrik für Backwaren in Toulon.

1945 starb Pujol im Alter von 88 Jahren und wurde auf dem Friedhof von La Valette im Département Var beigesetzt, wo sein Grab immer noch besichtigt werden kann.

Verfilmungen
1979 drehte der englische Regisseur Ian MacNaughton den halbstündigen Kurzfilm Le Pétomane über Pujol, der von dem britischen Komiker Leonard Rossiter verkörpert wird.

1983 verfilmte der italienische Regisseur Pasquale Festa Campanile das Leben Joseph Pujols ein weiteres Mal, unter dem Titel Il Petomane, mit Ugo Tognazzi in der Hauptrolle.

Die Figur des Maurice im 1994 von Bigas Luna gedrehten katalanischen Spielfilm „La teta i la lluna“ ist dem „Pétomanen“ nachempfunden.

1998 hatte der Dokumentarfilm Le Petomane: Fin de siècle fartiste unter der Regie von Igor Vamos beim Chicago Underground Film Festival Premiere.

2005 drehte der US-Regisseur Steve Ochs einen halbstündigen Kurzfilm namens Le Petomane: Parti avec le vent über Pujol.

  • Quelle: Wikipedia
  • 12 Gedanken zu „Joseph Pujol

    1. Helga

      Kunstfurzer….herrlich, das ist doch mal ein passender Beitrag zum Rosenmontag!
      Näpnäää…
      Liebe Grüße in die verschneiten Berge.
      Helga

      Antworten
    2. katinka

      Och, neee..son attraktiver Mann und dann sowas …
      Das Schlimme bei mir ist … wenn man mir sowas erzählt, rieche ich das wirklich.
      🙁

      Fenster auffreiß! ..und wenn er sich dann den A… abfriert?

      nasasle Grüße(Nase zuhalt)
      vomüche

      Antworten
    3. Kerstin

      *gg*
      Kunstfurzer und damit kann man seinen Lebensunterhalt verdienen *gg*
      Sensationell!! Toller Stein für Fasching!!

      (fällt mir grad 9 1/2 Wochen ein, da wollte doch jemand die Titelmelodie vom weissen hai furzn)

      Schönen Rosenmontag
      Ich hab frei und schau mir den Umzug in Köln an
      LG Kerstin

      Antworten
    4. Ocean

      Huhu liebe Helga 🙂

      ich lach mich cheps … einfach cool – Kunstfurzer 🙂 Sachen bzw. Leute gibt’s … herrlich. Wie es wohl dazu kam, daß er diese Entdeckung seines Talents gemacht hat? *gg*

      Ganz liebe Grüsse an dich zum Wochenstart aus dem mittlerweile schneefreien (und relativ wenig närrischen) HN,

      Ocean 🙂

      Antworten
    5. Eva

      hihi …. mein Urgroßvater war auch Steinmetz …. komm ich jetzt auch in Deinen Blog ????
      Unsinnige geruchsresistente Grüße vom Waldeverl 😉

      Antworten
    6. Eveline

      Kunstfurzer :mrgreen:
      Ich schmeiss mich fort, was es nicht alles gibt 😀

      Die Peters werd ich zukünftig auch mit anderen Augen sehen…. 😉

      Rosigen Montag :mrgreen:
      *konfettiwerf* Eveline

      Antworten
    7. katinka

      @Qizzy
      ich glaube das nicht mit dem geruchsfrei. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit! …

      😯
      konsternierte Grüße vom üche

      Antworten
    8. Elke

      Ich glaub’s nicht – igittigitt! Aber irgendwo habe ich doch gestern im TV einen Typ gesehen, der konnte seine Nase rotieren lassen und weiß der Geier was für Dinger mit der Nase anstellen. Auch total verrückt. Aber Kunstfurzer – nee, also nee …
      Schönen Abend noch . . . und hier . . . äh, stinkt es???
      Elke

      Antworten
    9. Gerlinde

      Schön, mal wieder sehr gelungen.
      Wünsche Dir noch einen schönen Abend und wir sehen uns morgen in neuer Frische,

      Gerlinde

      Antworten

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert