Archiv des Autors: Helga

Hokusai

Vielen Dank für den Steinwurf an den ungenannten Spender 😉


Frosch und Steinbrech
Farbe auf Papier, 25,6 x 36,3 cm

Katsushika Hokusai (* vermutlich am 31. Oktober 1760 in Honjo; † 10. Mai 1849) war einer der bedeutendsten Vertreter des japanischen Ukiyo-e. Seine bekanntesten Werke sind die Farbholzschnitte der Serie „36 Ansichten des Berges Fuji“.

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Der wackere Schwabe

Als Kaiser Rotbart lobesam
Zum heil’gen Land gezogen kam,
Da mußt er mit dem frommen Heer
Durch ein Gebirge wüst und leer.
Daselbst erhub sich große Not,
Viel Steine gab’s und wenig Brot,
Und mancher deutsche Reitersmann
Hat dort den Trunk sich abgetan;
Den Pferden war’s so schwer im Magen,
Fast mußte der Reiter die Mähre tragen.

Nun war ein Herr aus Schwabenland,
Von hohem Wuchs und starker Hand,
Des Rößlein war so krank und schwach,
er zog es nur am Zaume nach;
Er hätt‘ es nimmer aufgegeben,
Und kostet’s ihn das eigne Leben.
So blieb er bald ein gutes Stück
Hinter dem Heereszug zurück;
Da sprengten plötzlich in die Quer
Fünfzig türkische Ritter daher.

Die huben an auf ihn zu schießen,
Nach ihm zu werfen mit den Spießen.
Der wackre Schwabe forcht sich nit,
Ging seines Weges Schritt vor Schritt,
Ließ sich den Schild mit Pfeilen spicken
Und tät nur spöttisch um sich blicken,
Bis einer,dem die Zeit zu lang,
Auf ihn den krummen Säbel schwang.

Da wallt dem Deutschen auch sein Blut,
Er trifft des Türken Pferd so gut,
Er haut ihm ab mit einem Streich
Die beiden Vorderfüß‘ zugleich.
Als er das Tier zu Fall gebracht,
Da faßt er erst sein Schwert mit Macht,
Er schwingt es auf des Reiters Kopf,
Haut durch bis auf den Sattelknopf,
Haut auch den Sattel noch zu Stücken
Und tief noch in des Pferdes Rücken;
Zur Rechten sieht man wie zur Linken,
Einen halben Türken heruntersinken.

Da packt die andern kalter Graus;
Sie fliehen in alle Welt hinaus,
Und jedem ist’s, als würd‘ ihm mitten
durch Kopf und Leib hindurchgeschnitten.
Drauf kam des Wegs ’ne Christenschar,
Die auch zurückgeblieben war;
Die sahen nun mit gutem Bedacht,
Was Arbeit unser Held gemacht.

Von denen hat’s der Kaiser vernommen.
Der ließ den Schwaben vor sich kommen;
Er sprach: „Sag an, mein Ritter wert!
Wer hat dich solche Streich‘ gelehrt?“
Der Held bedacht sich nicht zu lang:
„Die Streiche sind bei uns im Schwang;
Sie sind bekannt im ganzen Reiche,
Man nennt sie halt nur Schwabenstreiche.“

Ludwig Uhland (1787 – 1862)

Regenstein

  • Vielen Dank, liebe Ulla, für diesen Stein: 

Die Burgruine Regenstein liegt 3 km nördlich von Blankenburg in Sachsen-Anhalt und ist ein beliebtes Ausflugsziel, auf dem jedes Jahr ein Ritterspiel und ein Garnisonsfest stattfinden. Von der schwer einnehmbaren Burg, die im Früh- und Hochmittelalter auf einem steil das Umland überragenden 294 m hohen Sandsteinfelsen errichtet wurde, sind heute nur noch Ruinen zu sehen. Hervorzuheben sind einige in den Fels hineingehauene Räume und die Ruine des Burgfrieds. Die Ruinen der neuzeitlichen Festung sind sehr eindrucksvoll.

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Kirchstein


Riesige Eiche im Klostergarten Benediktbeuren

Der Abt auf dem Kirchstein

Die Klosterherren von Benediktbeuern haben den Bauern die besten Almen abgesprochen und den armen Mann gewaltsam verhindert, sein Vieh aufzutreiben. Die ersten Kälber haben sie ihnen gegen alles Recht als Gotteszins abgenommen. – Zur Strafe mußte der geistliche Vater selber als Kalb umgehen. Wie es aber zu arg geworden ist, sind die Jesuiten gekommen und haben den Abt auf den Kirchstein gebannt. Dort hört man’s zuweilen mit Ketten rasseln und Kegel Scheiben. Auch wenn kein Wölkchen am Himmel steht, hört man oft ein Pumpern, als wie beim Steinabladen. Am hellichten Tag hat man die geistlichen Herren schon mit Kälberschweifen umgehen sehen.

  • Quelle: Sagen aus dem Isarwinkel, Willibald Schmidt, Bad Tölz, 1936, 1979

Gasthaus

Dieses Gasthaus liegt in Landstuhl im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz und Engelbert hat unter Einsatz seines Lebens – Danke 😉 – nach einer Vollbremsung diesen Stein fotografiert.

Wäre da nicht besser „Drei Schweine“?