Wöllersdorf-Steinabrückl

Wöllersdorf-Steinabrückl
Foto aus Wikipedia, Urheber: Mausmaus – Das Wahrzeichen von Wöllersdorf ist der Höhlturm, der sich auch im Wappen findet.

Wöllersdorf-Steinabrückl ist eine Marktgemeinde im Bezirk Wiener Neustadt-Land in Niederösterreich mit 4171 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011).

Geschichte
Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg, welche Hauptort für das gesamte Nord-Ost-Norikum war. Später unter den Römern lagen die heutigen Orte Steinabrückl und Wöllersdorf dann in der Provinz Pannonia.

Die erste Erwähnung von Wöllersdorf war „Welanstorf“ im Jahr 1156, die erste urkundliche Erwähnung 1230. „Steinenbruck“ wurde 1244 erstmals erwähnt. Der Name Steinenbruck leitet sich von „steinener Brücke“ ab, Welansdorf bezieht sich vermutlich auf den Ortsgründer „Welan“.

Nach dem Ungareinfall 1477 war Steinabrückl für mehrere Jahre von der Landkarte gelöscht, auch Wöllersdorf fiel 1683 der Türkenbelagerung zum Opfer.

Ab 1815 entstand auf dem Gelände zwischen Wiener Neustadt und Wöllersdorf Anlagen zur Produktion von Raketen und Explosivstoffen, zunächst unter dem Namen Feuerwerksanstalt. Später erhielten sie den Namen Wöllersdorfer Werke. Die Wasserkaserne wurde zur Unterbringung des Produktionspersonals gebaut. Feuerwerksanstalt ist noch heute der Name eines Ortsteiles. Während des ersten Weltkrieges befand sich in Wöllersdorf die größte Munitionsfabrik der Monarchie. Zu Spitzenzeiten arbeiteten bis zu 40.000 Menschen in der militärischen Industrie der Region.

Während des Austrofaschismus wurde auf dem Gelände der Munitionsfabrik das Anhaltelager Wöllersdorf für politische Gefangene errichtet. Nach dessen Auflösung wurde Wöllersdorf 1938 in „Wöllersdorf-Trutzdorf“ umbenannt, 1945 erfolgte die Rückbenennung in Wöllersdorf.

Im Jahre 1972 wurden die beiden eigenständigen Gemeinden Wöllersdorf und Steinabrückl im Zuge der NÖ Gemeindereform zusammengelegt und im Jahre 1988 zur Marktgemeinde erhoben.

Im Juni 2005 wurden in Wöllersdorf Gräber aus der Bronzezeit sowie eine Kultstätte aus der jüngeren Eisenzeit gefunden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Höhlturm:
Der Turm wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut und diente als Schutz vor Räuberbanden. Konkret ist er die Sicherung einer unterirdischen Höhle. Von dieser Höhle ist heute noch ein Teil, der so genannte „„Tanzsaal“ zugänglich. Nach der Renovierung kann der Turm nun wieder betreten werden und bietet einen Panoramablick auf den Ort.

Kloster Wöllersdorf:
Das Kloster wurde 1842 vom Steinbruchbesitzer Carl Vogel erbaut und 1924 von den Steyler Missionsschwestern übernommen.

Schlössl Wöllersdorf:
In den Jahren 1610–1710 errichtet, diente es der Familie Schmid von Schmidsfelden als Wohnhaus. Nachdem es 2002 generalsaniert wurde, ist heute die Gemeindebibliothek in dem Gebäude untergebracht.

Tatra-Museum:
Auf insgesamt 700 Quadratmetern sind zur Zeit 36 Oldtimer-Exponate zu besichtigen.

Quelle Text: Wikipedia

5 Gedanken zu „Wöllersdorf-Steinabrückl

  1. Traudi

    Schönes Bild mit dem Schatten werfenden Baum am Turm.
    Der Beschreibung nach ist die Gegend sicher interessant und es gibt viel zu sehen. Schade, dass es so weit weg ist.

    Liebe Grüße
    Traudi

    Antworten
  2. Elke

    Ein „Höhl“-turm – das ist doch was für mich. Ob den meine Ahnen väterlicherseits mal bewohnt haben 😉
    Lieben Gruß
    Elke Heinze, geb. Höhl

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  3. werner

    Na da schau einer an, Wöllersdorf!
    Also so viel wusste ich von Wöllersdorf und der Gegend da noch nicht.
    Und gar nicht weit weg von Wien. Werd ma schaun, vielleicht findet sich dain der Gegend eine passende Wanderung 😉
    Herzlichen Gruß
    Werner

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