Mango

Lasst Euch diese Steinfrucht schmecken 😀

Mango
Illustration aus Wikipedia, Urheber: Walter Hood Fitch (1817-1892) del. et lith.

Die Mango (Mangifera indica) ist eine hÀufig kultivierte Art der Mangos (Mangifera) und gehört zu den SumachgewÀchsen (Anacardiaceae).

Herkunft und Verbreitung
Die Pflanze stammt aus dem Gebiet zwischen dem indischen Assam und Myanmar und ist im tropischen Regenwald zuhause, kommt heute aber als Kulturpflanze in weiten Teilen der Welt vor, darunter in den USA, Mexiko und weiteren LĂ€ndern Mittel- und SĂŒdamerikas, in der Karibik, im tropischen GĂŒrtel Afrikas (etwa in Kenia und an der ElfenbeinkĂŒste), in weiten Teilen Asiens (etwa in Thailand und auf den Philippinen) und auch in Australien. Indien gilt mit einer Produktion von 10,0 Millionen Tonnen im Jahr immer noch als Hauptproduzent von MangofrĂŒchten.

In Europa werden die BÀume hauptsÀchlich in Spanien kultiviert, hier vor allem an der Costa del Sol und auf den kanarischen Inseln.

Die Anzucht ist schwierig, wird aber unter HobbygÀrtnern immer beliebter.

Merkmale der Pflanze
Der immergrĂŒne Mangobaum kann bis zu 45 Meter hoch werden und an der Spitze eine Breite von bis zu zehn Metern erreichen. Neue BlĂ€tter sind anfangs lachsfarben, werden aber bald dunkelgrĂŒn. Die kleinen, weißen bis rosafarbenen BlĂŒten stehen in aufrechten Rispen. Wenn sie sich öffnen, duften sie nach Lilien. Nachdem die BlĂŒten verwelkt sind, dauert es noch drei bis sechs Monate, bis die FrĂŒchte reif sind.

Die reife Mangofrucht hĂ€ngt an langen Stielen am Baum und wiegt bis zu zwei Kilogramm. Die Frucht besitzt eine dĂŒnne, glatte Schale, darunter ein je nach Reifegrad weiches bis faseriges Fruchtfleisch, das einen großen, abgeflachten Steinkern umschließt. Die FĂ€rbung der Frucht reicht von grĂŒn ĂŒber gelb bis rot, hĂ€ufig findet sich auch eine Kombination aller drei Farben. Die geschĂ€lte Frucht hat einen stark aromatisch-sĂŒĂŸlichen Duft und Geschmack.

Nutzung
Verwendung in der KĂŒche
MangofrĂŒchte werden zum Obst gezĂ€hlt. Es gibt inzwischen ĂŒber 1000 Mangosorten, die sich in Form, GrĂ¶ĂŸe und Geschmack unterscheiden. Die FrĂŒchte werden zu Saft, Kompott, Marmelade und Eiscreme verarbeitet, finden jedoch auch in herzhaften Chutneys Verwendung. In Europa werden Mangos seit einigen Jahren regelmĂ€ĂŸig angeboten, obwohl sie druckempfindlich sind und daher fĂŒr den Handel ein schwierig zu handhabendes Obst darstellen. Die Reife einer Frucht kann man daran erkennen, dass sie duftet und auf Druck leicht nachgibt. Mangos sind vollreif, wenn auf der Frucht kleine bis mittelgroße schwarze Punkte zu erkennen sind.
In Asien werden die unreifen FrĂŒchte auch als GemĂŒse gegessen oder zu Pickle verarbeitet.

Verwendung als Heilmittel
Mangos sollen den Darm beruhigen, weil sie gut verdaulich und sĂ€urearm sind. In Indien schreibt man ihnen die FĂ€higkeit zu, Blutungen zu stoppen und das Herz zu stĂ€rken. Auch schreibt man ihnen einen positiven Effekt auf das Gehirn zu. Durch den hohen Gehalt an Vitamin A können Mangos vorbeugend gegen Infektionen und ErkĂ€ltungskrankheiten eingesetzt werden und sorgen fĂŒr gesunde SchleimhĂ€ute.

Nutzung als Ölpflanze
Aus den Samen der getrockneten MangofrĂŒchte wird ein Pflanzenöl gewonnen, welches in seinen Eigenschaften der Kakaobutter Ă€hnlich ist. Es wird zur Herstellung von Schokolade und Margarine, aber auch zur Produktion von Hautcremes, Shampoo und anderen Kosmetika verwendet.

Kulturgeschichte
Eine ErwĂ€hnung als „Götterspeise“ findet sich in den hinduistischen Veden, die etwa 1200 v. Chr. geschrieben wurden. Auch heute noch wird sie den Göttern zum Zeichen des Reichtums und der göttlichen SĂŒĂŸe dargeboten.

Das Wort Mango ist dravidischen Ursprungs (so etwa Kodava maƋge, Malayalam māáč…áč…a, Tamil māáč…kāy). Nach Europa gelangte die Frucht mit den portugiesischen Indienfahrern des 16. Jahrhunderts. Die erste ErwĂ€hnung in einer europĂ€ischen Sprache datiert auf das Jahr 1510 und findet sich (in der Form manga) im Reisebericht Itinerario de Ludouico de Varthema Bolognese des Italieners Ludovico di Varthema.

Quelle Text: Wikipedia

4 Gedanken zu „Mango

  1. Elke

    Ich esse Mango sehr gerne, nur bekommt man in Deutschland selten wirklich vollreife, leckere FrĂŒchte. Dass sie zu den SumachgewĂ€chsen gehört, ist mir wirklich neu.
    Lieben Gruß
    Elke

    Antworten
  2. Marianne

    Ebenfalls auch ich esse gerne Mangos und es ist tatsĂ€chlich schwierig, mal wirklich gute FrĂŒchte bei uns zu bekommen.

    GLG Marianne 😉

    Antworten
  3. Quizzy

    Erst gestern hab ich eine mit Genuss verspeist. Ich hab mir mal sagen lassen, dass die grĂŒnen FrĂŒchte am besten schmecken, wĂ€hrend die gelb-roten noch unreif sind.

    Und natĂŒrlich hat’s mich sehr gefreut, dass du dich noch an den „klingenden Stein“ erinnern konntest, den ich euch mal gezeigt hab! 😀

    Liebe GrĂŒĂŸe
    Renate

    Antworten

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