Scheelit

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Foto aus Wikipedia, Urheber: Géry Parent
Gelbe Scheelit-Oktaeder auf Glimmer

Scheelit (auch Tungstein, Schwerstein) ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Sulfate, Selenate, Tellurate, Chromate, Molybdate und Wolframate“ und der Abteilung der „Molybdate und Wolframate“. Er kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Ca[WO4] und entwickelt meist dipyramidale, pseudooktaedrische Kristalle, aber auch körnige bis massige Aggregate, die entweder farblos oder durch Fremdbeimengungen grauweiß oder gelblich gefärbt sind.

Besondere Eigenschaften
Scheelit zeigt unter kurzwelligem UV-Licht starke, blauweiße Fluoreszenz, ein geringer Zusatz an Molybdän (auch Samarium) verändert die Farbe ins gelborange. Das Mineral löst sich in Salzsäure und scheidet gelbes Wolfram(VI)-oxid (WO3) ab. Durch Zugabe von Zinn und Erwärmung färbt sich die Lösung blau.
Scheelit hat eine Mohshärte von 4,5 bis 5 und eine Dichte von 6,1 g/cm³.

Etymologie und Geschichte
Benannt wurde das Mineral nach dem deutsch-schwedischen Chemiker Carl Wilhelm Scheele (1742-1786), der 1781 als erster aus diesem Mineral Wolframsäure isolieren konnte.

Bildung und Fundorte
Scheelit bildet sich entweder in magmatischen Gesteinen wie Pegmatiten oder durch hydrothermale Vorgänge in Greisen.

Fundorte sind unter anderem Volksrepublik China; Traversella in Italien; Taewha und Tongwha in Korea; Natas in Namibia; Iultin und Tenkergin in der Russischen Föderation; sowie Obří Důl und Příbram in Tschechien.

Die wichtigste europäische Lagerstätte befindet sich im Felbertal, südlich Mittersill in Österreich. Diese Lagerstätte wurde mittels der oben genannten Eigenschaft des Scheelits, im UV-Licht zu fluoreszieren, entdeckt.

Verwendung
Als Rohstoff
Konzentrate von Scheelit mit mehr als 65% Wolframat können zur Gewinnung von Wolfram genutzt werden. Dabei wird zuerst mit konzentrierter Salzsäure aufgeschlossen zum Wolfram(VI)oxid, welches mit Wasserstoff bei 800 °C weiter zum elementaren Wolfram reduziert werden kann. Scheelit dient auch zur Darstellung der Wolframsäure.

Als Schmuckstein
Scheelit gehört zu den weniger bekannten Schmucksteinen, wird aber trotz seiner relativ geringen Härte gelegentlich verschliffen, da er den wertvolleren Edelsteinen Chrysoberyll (Goldberyll), Diamant und Zirkon sehr ähnlich sieht.

Quelle Text: Wikipedia

5 Gedanken zu „Scheelit

  1. Vroni

    Guten Morgen Helga, dieser Stein erinnert von der Optik ein bißchen an Bernstein. Sieht sehr schön aus, auch die Einbettung auf dem Glimmer.
    Liebe Grüße, Vroni

    Antworten
  2. Ocean

    Guten Abend, liebe Helga 🙂 danke dir ..ja, das werd ich tun 😉 😉

    Der Stein ist so schön ..diese Farbe find ich ganz wundervoll. Mich hat er jetzt auf den ersten Blick an Kandiszucker erinnert 😉 Und an den Citrin .. der hat auch so eine warme Farbe, aber etwas heller, glaub ich?

    Liebe Grüße an dich, und eine wunderschöne Restwoche wünscht dir
    Ocean

    Antworten

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