Göreme

Aus dem Schatzkästchen von Eva’s Steinlawine 🙂

Auf unserer Türkeireise in grauer Vorzeit, mindestens 20 Jahre ist das her, haben wir uns von Göreme bezaubern lassen.

Göreme
Foto aus Wikipedia, Urheber: Karsten Dörre

Göreme ist ein Ort in Kappadokien in der Provinz Nevşehir in der Türkei. Der Ort hieß in byzantinischer Zeit Matiana, dann Avcılar, bis er in den 1980er Jahren aus touristischen Gründen in Göreme, ursprünglich eine Bezeichnung für das Gebiet der nahegelegenen Höhlenkirchen, umbenannt wurde.

Der Ort ist Zentrum des Nationalparks Göreme, der zusammen mit anderen Felsendenkmalen von Kappadokien seit 1985 zum Weltkultur- und Naturerbe gehört. Geprägt wird die Landschaft um Göreme durch markante Tuffsteinformationen, die teilweise ausgehöhlt sind: die so genannten Feenkamine (engl. fairy chimney, türk. peri bacaları), für die diese Region vor allem touristisch bekannt ist.

Entstehung
Tuffgestein unterschiedlicher Härte bildet die Basis für diese Landschaft: Vulkanausbrüche und Wasserläufe formten im Laufe mehrerer Millionen Jahre die typischen Gebilde heraus, die man heute kennt.

Die ersten Christen nutzten sie, um in Abgeschiedenheit ein andächtiges Leben führen zu können, aber vor allem als Versteck vor ihren Feinden (Perser, Römer, Araber, Mongolen…). Sie legten nicht nur Kirchen und Kapellen an, die ins Gestein gearbeitet wurden, sondern ganze Wohnanlagen für mehrere tausend Menschen: Zum Teil bis zu zehn Stockwerke tief, ermöglichten Einrichtungen wie Küchen, Lager, Schlafräume und sogar Tierställe und Leichenhallen samt Lüftungsschächten einigermaßen komfortable Lebensumstände.

Ein weiterer Vorteil bot das Wohnen in Tuffgestein bezüglich der Witterung: Im Sommer hält es kühl, im Winter kühlt es nicht so stark aus. Die Gänge konnten gegebenenfalls mit großen mühlsteinartigen Steinen versperrt werden. Man vermutet bis zu 100 Anlagen, die auch untereinander verbunden sind. Derinkuyu ist die größte der touristisch erschlossenen Anlagen und beherbergte wohl um die 10.000 Menschen.

Daten
4. Jh. erste Bewohner und „Kirchenbauten“
ca. 1100 Yilanli-Kirche, Barbara-Kirche
ca. 1200 Çarikli-Kirche
1923/24 Göreme wurde von den letzten Bewohnern verlassen
1957 Kirche Johannes des Täufers wurde entdeckt

Quelle Text: Wikipedia

8 Gedanken zu „Göreme

  1. Quizzy

    Von Göreme hab ich auch schon viel gehört, leider hat’s mich bei meinen Türkei-Reisen nie so weit ins Hinterland verschlagen – ich gehör halt doch zu denen, die im Urlaub Strand und Wasser brauchen …
    Liebe Grüße
    Renate

    Antworten
  2. Kerstin

    Davon hab ich noch nichts gehört bislang! Aber das klingt total spannend und schaut irre aus!!! Wirkt fast wie ein Miniaturwunderland!
    Lieben Gruß
    Kerstin

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  3. Elke

    Göreme würd mich auch interessieren, diese Tuffsteingebilde finde ich faszinierend. Ich habe mal gehört, dass man dort auch mit einem Heißluftballon drüber fliegen kann.
    Lieben Gruß
    Elke

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  4. Jutta

    Das sieht ja toll aus. Es gibt schon schöne Fleckchen auf dieser Erde.

    Liebe Grüße
    Jutta

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  5. Kathy

    Das muss in Real ja fantastisch aussehen!
    Wenn ich Tuffgestein schon im Kleinformat in Vorgärten sehe, hat das schon etwas Besonderes, sehr Dekoratives.
    Wie’s sichs da nur leben mag 🙂

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  6. Eveline

    Macht uns das jetzt alt – meine erste Türkei-Reise war 1980 – das ist ja jetzt schon 30 Jahre her – 😯

    Gerne mal wieder und gerne auch wieder Göreme, das hat schon was 🙂

    Huggels über’n Daniel schick 🙂
    Eveline

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