Archiv des Monats: November 2008

Seeigel

Seeigel Kalkskelett Skelett

So schnell kann es gehen: Vorgestern noch lebendig, jetzt nur noch das innere Kalkskelett…

Hier ist es schon ein bißchen länger her, denn möglicherweise könnten das versteinerte Zwergseeigel sein.

Seeigel

Zwergseeigel leben unterhalb der Gezeitenzonen in Kiesen und Sanden dicht unter der Sedimentoberfläche und sind eine wichtige Nahrung für Sandaale und Plattfische. Manchmal werden sie lebend angeschwemmt, dann sind sie grünlich und die feinen Stacheln sind wie ein zarter Pelz.
Vorkommen: Nordsee, westliche Ostsee, Atlantik, Mittelmeer

Fotos: ©colordate – vielen Dank, liebe katinka 🙂

Mirila

Das ist aus der Kroatien-Ecke, aber ich habe es erst zu Hause entdeckt 🙁 schade

Mirila - Totenraststeine

Mirila – Totenraststeine
Im Karst des zum Meer abfallenden Velebit hat sich bis in die 1950er ein uralter Brauch erhalten. Die Toten aus den abgelegenen Weilern und Höfen wurden auf ihrem letzten Weg an ganz bestimmten Stellen niedergelegt und „grüßten“ ein letztes Mal die Sonne. Diese Rastplätze der Toten bestehen aus horizontal ausgerichteten Steinplatten mit einem aufgerichteten geschmückten Kopf- und einen einfachen Fußstein und sind an die Körpergröße angepasst. Oft sind mehrere Mirlia in absteigender Größere nebeneinander angeordnet. Im Totengedenken hatten diese Mirlia genannten Plätze ohne Einfriedung unmittelbar mit der Landschaft verbunden, einen wichtigeren Stellwert als das eigentliche Grab bei den zentraler gelegenen Kirchen. Oft befindet sich ein Mirilo, eine Ansammlung mehrerer Mirila, an spezifisch ausgewählten Plätzen unmittelbar in der kargen Landschaft. Die Ikonographie der nur grob behauenen Steine ist sehr vielfältig und reicht von Kreuzmotiven (lateinische, griechische, solage, anthopomorphe), Solarkreisen bis zu nicht mehr zuordenbaren Symbolen. Unmittelbar ober Starigrad beginnt ein eineinhalbstündiger Rundweg zu zwei Mirilo. Die umfangreichsten Plätze u.a. mit 300 Mirlias befinden sich bei Ljubotič, ca. 12 Kilometer von Starigrad.

  • Quelle: Wikipedia