Sumpf-Herzblatt

Herzblatt (Parnassia) bildet innerhalb der Familie der Steinbrechgewächse eine eigene Gattung. Der botanische Name nach dem Berg Parnassos in Griechenland, dem Sitz der Musen, wegen der Anmut der Blüten.
Das Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris) gehört zur Gattung Parnassia.
Die kahle mehrjährige krautige Pflanze wird ca 5-30 cm hoch und hat herzförmige Grundblätter.
Die Blüten sind 10-30 mm breit und weiß mit deutlich eingesenkten, farblosen Längsadern. Fünf fruchtbare Staubblätter wechseln sich mit 5 gelbgrünen sterilen Nektarblättern ab. Von den fünf äußeren Staubblättern reift jeden Tag eines heran.
Die Blütezeit ist von Juli bis September.
Diese Art ist recht häufig in den Alpen und auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet.
Das kalkliebende Sumpfherzblatt wächst von der Tallage bis in einer Höhe von 2.200. Als Standort werden Quellflure, Flachmoore und Böschungen bevorzugt.
Die gelben Köpfchen auf den Nektarblättern sind von fester Konsistenz und somit keine Nektartröpfchen. Offenbar sammeln und fokussieren die parabolspiegelartigen, weißen Kronblätter das Sonnenlicht, so dass die Blüten an kalten Tagen gern von Insekten als Platz zum Aufwärmen aufgesucht werden, die dabei die Bestäubung durchführen. In Griffelnähe (also etwa im Brennpunkt) Temperaturen ca. 1,4–2,9 °C höher als in Umgebung.

Quelle: biologie.de/biowiki
Bild: helga-ingo.de

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