Archiv für den Tag: 13.6.2008

Homo steinheimensis

Homo steinhemensis

Der Schädel des Homo steinheimensis („Urmensch von Steinheim“) wurde am 24. Juli 1933 in der Mitte einer 15 Meter hohen Kieswand der Sigristschen Kiesgrube von Karl Sigrist beim Kiesabbau in Steinheim an der Murr gefunden. Dabei handelt es sich mutmaßlich um eine circa 25 Jahre alte Frau, die, nach Auswertung des Schädelfundes, vor 250.000 Jahren möglicherweise erschlagen wurde. Der Urmensch von Steinheim ist ein Einzelfund und keine eigene Art (Taxon). Vermutlich ist er eine Übergangsform des Homo heidelbergensis zum wesentlich später erschienenen Neandertaler. Er zeigt sowohl noch Merkmale des Homo heidelbergensis, wie auch bereits des Neandertalers und sogar des Homo sapiens. Die meisten Paläoanthropologen ordnen ihn noch dem Homo heidelbergensis oder einem Prä-Neandertaler zu, andere Forscher ordnen den Fund auch die Bezeichnung Homo sapiens steinheimensis zu, was ihn lediglich zu einer Unterart des Homo sapiens und nicht zu einer eigenen Spezies macht.

Der Originalfund liegt heute im Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart in einem Stahlschrank. Weiterlesen