Archiv des Monats: November 2007

Feldsteinkirche

Feldsteinkirche
Foto aus Wikipedia, Urheber: Lienhard Schulz
Feldsteinkirche in Grubo

Feldsteinkirchen sind aus Findlingen und so genannten Lesesteinen erbaute Kirchen. Daher gibt es sie vor allem in Gebieten, in denen zum einen die Eiszeiten derartige Felsblöcke hinterlassen haben, und die zum anderen arm an Natursteinen aus Steinbrüchen, also ohne natürliche Vorkommen von Hausteinen sind. Speziell sind das in Deutschland Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin; in Europa: Polen, Finnland und das Baltikum. Die Findlinge sind oft aus Granit, Gneis oder Quarziten und werden sowohl behauen als auch unbehauen verwendet.

Vom Stil her sind Feldsteinkirchen meist der Romanik, seltener der Gotik, zuzuordnen. Meist sind sie von einfachem Charakter und oft Dorfkirchen. Die frühesten sind aus dem 11. Jahrhundert; der Höhepunkt ist um das Ende des 12. Jahrhunderts anzusetzen. Im Zuge des Historismus wurden sie bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut (Neuromanik).

Quelle: Wikipedia

Unspunnenstein

Unspunnenstein

Der Unspunnenstein ist ein 83.5 kg schwerer Stein, der seit 1905 am traditionellen Unspunnenfest in Interlaken bei Wettkämpfen verwendet wird. Dabei muss der Wettkämpfer Anlauf nehmen und versuchen, ihn über eine möglichst lange Distanz zu werfen.

Bekannt wurde der Stein auch deshalb, weil er 1984 von jurassischen Separatisten (Béliers) aus dem Museum der Jungfrauregion gestohlen wurde. Am 12. August 2001 wurde der Stein aber am Marché-Concours in Saignelégier wieder zurückgegeben, wo er von Shawne Borer Fielding, der offiziellen Botschafterin der Landesausstellung Expo.02, in Empfang genommen wurde. Allerdings war der Stein mit Europasternen „verziert“ worden, weshalb weiterhin mit einem Replikat geworfen wird. Weiterlesen

Persische Mumie

Sarkophage
Ägyptische Steinsarkophage

Die so genannte Persische Mumie ist eine herausragende archäologische Fälschung, die im November 2000 entdeckt wurde und zu internationalen Spannungen zwischen Iran und Pakistan führte.

Bei einer Razzia in der westpakistanischen Grenzstadt Quetta wurde nach einem anonymen Hinweis im Haus des Kamelzüchters Hadji Ali Aqbar von der Polizei ein Holzschrein entdeckt, der im Inneren einen Steinsarkophag mit einer weiblichen Mumie enthielt. Sie schien 2.600 Jahre alt zu sein und sollte für 20 Millionen Dollar auf dem Antiquitätenschwarzmarkt verkauft werden. Der Holzschrein war unter anderem mit Keilschriftzeichen und stilisierten Zypressendarstellungen bedeckt. Die Mumie war, wie die altägyptischen Vorlagen, komplett in harzgetränkte Leinen gewickelt (inzwischen aber steinhart) und mit einer goldenen Gesichtsmaske und Krone und einer goldenen Brustplatte bedeckt, die ebenfalls Keilschriftzeichen enthielt. Laut ersten Untersuchungen der Ausstattung und Beschriftung sollte es sich bei der Mumie um die Tochter des persischen Großkönigs Xerxes I. (486-465 v. Chr.) handeln. Die Inschrift lautete: „Ich bin die Tochter des großen Königs Xerxes. Ich bin Rhodugune.“ (alternative Übersetzung auch „Ich bin Ruduamna“ oder „Rudumna“). Weiterlesen

Steinkrebs

Nachtrag: Schaut mal bei den Kommentaren rein. Elke hat mir einen superschönen Einsiedlerkrebs geschickt, der sich hinter dem da nicht zu verstecken braucht. Danke 😉

Steinkrebs
Rechtshändiger Einsiedlerkrebs (Pagurus bernhardus)

Zu der Überfamilie der Einsiedler- und Steinkrebse (Paguroidea) zählen vier Familien der Einsiedlerkrebse und die zwei Familien der Stein- und Königskrabben (Lithodidae) und die Pylochelidae.

Sie haben ihren Namen, weil sie wie der griechische Philosoph Diogenes in einem Weinfass, in Schneckenhäuser oder ähnlichen hohlen Gegenständen leben. Dieses Verhalten ist für sie lebensnotwendig, da ihr Abdomen (Hinterleib) weich und ungeschützt ist und Fressfeinden als Angriffspunkt dienen kann. Im Laufe des Wachstums werden immer größere Schneckenhäuser zum Tausch benötigt.

Einsiedlerkrebse haben als Zehnfußkrebse (Decapoda) fünf Gliedmaßenpaare, ein Paar Scherenbeine, zwei Paar Laufbeine, die aus dem Schneckenhaus ragen und 2 Paar kleinere, verkümmerte Beine mit denen sie das Schneckenhaus festhalten. Die Familien der Linkshändigen Einsiedlerkrebse (Diogenidae) und der Rechtshändigen Einsiedlerkrebse (Paguridae) unterscheiden sich durch die Seite, an der sie das größere Scherenbein tragen mit dessen Hilfe sie den Eingang ihres Gehäuses verschließen.

Es gibt auch sessil lebende Paguroiden, die z.B. in Steinkorallen der Gattung Porites leben und mit ihren zu Fangnetzen umgewandelten Fühlern Plankton fangen. Die Land-Einsiedlerkrebse (Coenobitidae), bekannt ist beispielsweise der Palmendieb, verbringen ihr ganzes Leben außer dem Larvenstadium an Land. Ins Wasser gehen sie nur um ihre Kiemenkammern mit Wasser zu füllen, und die Weibchen, um die Larven nach ihrem Schlupf dorthin zu entlassen.

Neben den Einsiedlerkrebsen gehören noch die zwei Familien der Stein- und Königskrabben (Lithodidae) und die Pylochelidae zur Überfamilie (Paguroidea).

  • Quelle: Wikipedia
  • Steinthal

    Teepflückerin auf Sri Lanka

    Einer der ältesten Teegärten Darjeelings am Fusse des Himalaya heißt Steinthal.
    Hier kann man einiges dazu lesen.

    Das Bild zeigt eine Teepflückerin im Hochland von Sri Lanka. Die Insel haben wir im März 2004 besucht und nach einer hochinteressanten einwöchigen Rundreise eine weitere Woche am Bentota-Strand verbracht. Wir waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort und sind dafür dankbar.

  • Foto: helga-ingo.de