Lindholm Høje

Das ist die beeindruckendste Stätte unseres Dänemarkurlaubs ❗
Lindholm Høje
Foto © helga-ingo.de
Das Gräberfeld von Lindholm Høje bei Aalborg in Jütland und seiner benachbarten Siedlung der späten nordischen Eisen- und der Wikingerzeit ist mit 682 Gräbern Dänemarks größtes Gräberfeld.
Lindholm Høje
Foto © helga-ingo.de
Die meisten Toten wurden zusammen mit ihren Grabbeigaben verbrannt und in einem Grab beigesetzt, das oftmals durch eine Steinsetzung markiert ist. Das Gräberfeld ist durch Sandflucht verschüttet gewesen und deshalb gut erhalten.
Lindholm Høje
Foto © helga-ingo.de
Die ältesten Steinsetzungen sind dreieckig mit konkaven Seiten und einem Bautastein in der Mitte. Sie entsprechen etwa kleinen, in Norwegen und Schweden verbreiteten Treudds. Aus etwas späterer Zeit stammen runde und ovale Steinsetzungen und aus der Wikingerzeit die schiffsförmigen Steinsetzungen mit deutlicher Markierung der Steven durch größere Steine. Diese stammen aus der Zeit zwischen 800 und 1.000 n. Chr., also auch der Zeit der Könige Gorm, Harald Blauzahn und Sven Gabelbart, zeigen jedoch keinerlei Einflüsse des Christentums.
Lindholm Høje
Foto © helga-ingo.de
Nördlich vom Gräberfeld wurde die zugehörige Siedlung untersucht. Hölzerne Stege, Brunnen und die Pfostenlöcher von Häusern treten zahlreich auf. An den Stellen, wo sich Grubenhäuser befunden hatten, fand man Spinnwirtel und Webgewichte, die den Gebrauch der Grubenhäuser als Webkammern anzeigen könnten. Ein Teil der Pfostenlöcher an der südöstlichen Seite des Grabfeldes wurde mit Zement ausgefüllt und zeigt die Größe der Häuser.
Lindholm Høje
Foto © helga-ingo.de
Während der Ausgrabung in den Jahren 1952–1956 wurde auch ein frisch gepflügter Acker entdeckt, den man auf Grund eines Münzfundes auf ungefähr 1050 n. Chr. datieren kann. Kurz nach dem Pflügen setzte ein Sturm mit Sandflug ein und der Acker wurde vollständig zugedeckt. Nach und nach wurde alles Land von Flugsand bedeckt und ungefähr um 1100 n. Chr. wurde die Siedlung endgültig verlassen.
Lindholm Høje
Foto © helga-ingo.de
Quelle Text: Wikipedia
Lindholm Høje
Foto © helga-ingo.de

7 Gedanken zu „Lindholm Høje

  1. minibar

    Erinnert irgendwie an Stonehenge, wenigstens die kleinen Kreise.
    Es ist ja ein riesiges Gräberfeld, das du zeigst.
    Liebe Grüße Bärbel

    Antworten
  2. do

    Angeregt durch deine Eintraäge habe ich letzthin wieder in unserem Papierbilderalbum geblättert und da eingelegt eine ganze Dokumentation über Lindholm Hoje gefunden. Die Karten, die ich zusätzlich gekauft hatte, sind farblich noch top, aber die Fotos haben alle einen argen Blaustich erhalten. Deshalb geniesse ich deine Bilder auf denen das Grün noch grün ist 🙂
    Herzlich, do

    Antworten
  3. Agnes

    Welch ein imposantes Steingrab, das hat ja einen immensen Umfang.
    Wenn wir die Möglichkeit haben solche alten Gräber anzusehen, sind wir auch immer da.
    Es kommen mir immer so viele Gedanken dabei, und Fragen.

    Antworten
  4. Helmut

    Siehste und wieder hab ich was gelernt. Auch in Dänemark wurden die Menschen in Steingräbern bestattet und ich dachte immer so was gibts nur in der Bretagne. Danke für den interessanten Beitrag.

    Eine gute Zeit für euch.

    Salut
    Helmut

    Antworten
  5. Gitti

    Ich glaube, ich muss noch einmal nach Dänemark!! Und da könnte ich ziemlich oft auf euren Spuren wandern! Das Gräberfeld z.B. und auch noch anderes aus deinen Dänemark-Erlebnissen kenne ich noch nicht, würde ich aber sehr gern sehen.
    Jedenfalls sind das tolle Anregungen!

    Lasst es euch gut gehen. Man sieht sich!

    Gitti

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.