Wikingerfriedhof Højstrup

Wikingerfriedhof Højstrup
Foto © helga-ingo.de
Das Gräberfeld von Højstrup-Mark liegt nördlich der Amtoft Vig, einer Bucht des Limfjordes in Thy, und ist nur durch die Landstraße vom Limfjord getrennt, dessen Wasserstand zur Wikingerzeit (aufgrund der Landhebung) höher als heute war und bis zum Rand des Gräberfeldes reichte.

Højstrup-Mark ist ein typisches nordjütisches Gräberfeld der Wikinger, deutlich kleiner als Lindholm Høje.
Wikingerfriedhof Højstrup
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Auf der Heide befinden sich 37 kleine Grabhügel und zwei kleine Schiffssetzungen. Teils auf den Grabhügeln, teils zwischen ihnen stehen 75 bis zu 1,20 m hohe Bautasteine. Die Mehrzahl der wenig mehr als 0,50 m hohen Grabhügel ist rund, aber es finden sich auch ovale und dreieckige. Die Schiffssetzungen aus Bautasteinreihen lassen sich noch erkennen, obwohl einige Steine entfernt wurden.
Wikingerfriedhof Højstrup
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Einige weitere Bautasteinreihen können Reste von Schiffssetzungen oder anderen nicht mehr erkennbaren Steinsetzungen sein. Aber es wurden auch einzelne Bautasteine errichtet. Diese Steine stehen nicht als Begrenzung um die Gräber, sondern sind Teil des Grabkultes. So fanden sich, von einem Hügel bedeckt, sechs Bautasteine, in Reihe über einem Grab.
Wikingerfriedhof Højstrup
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Ein Teil der Anlage wurde 1881 von C. Engelhardt untersucht. Die Gräber weisen ungleiche Bestattungsformen auf. Teils fanden sich Brandgräber, bei denen die Knochen in einer Kohle- und Steinschicht verstreut lagen, teils waren die Toten in einem Sarg oder ähnlichem Behältnis mit dem Kopf nach Westen bestattet worden. In einem Grab fand sich ein Frauenskelett in einem Wagengestell mit Grabbeigaben, also nach heidnischer Sitte bestattet. Zu den Beigaben gehören ein eisernes Messer mit einem Silberband um den Griff, vier Glasperlen sowie Teile eines bronzenen Bandes und einige Stückchen Goldblech. Die Funde werden im Nationalmuseum in Kopenhagen aufbewahrt.
Wikingerfriedhof Højstrup
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In alten Zeiten hat man viele Steine von dem Grabfeld entfernt und zu Schotter zerschlagen. Aufgrund der Untersuchung ist anzunehmen, dass ursprünglich etwa 125 Bautasteine auf dem Grabfeld errichtet waren. Um weitere Zerstörungen zu vermeiden, wurde die Anlage 1881 unter Denkmalschutz gestellt.
Quelle Text: Wikipedia
Wikingerfriedhof Højstrup
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3 Gedanken zu „Wikingerfriedhof Højstrup

  1. do

    Friedhöfe und Gräber aus längst vergangener Zeit faszinieren mich. Und was heute alles über diese Stätten herausgefunden werden kann – toll.
    Herzlich, do

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  2. werner

    Solch einen Friedhof sah ich noch nie. Ja, interessant wie die Völker ihre Totenstädten – Friedhöfe gestalten.
    Gefällt mir der Wikingerfriedhof !
    Lieben Gruß
    Werner

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  3. Traudi

    Interessanter Bericht, liebe Helga. Das erinnert mich ein wenig an die „Hinkelsteine“ in Carnac/Frankreich. 🙂

    LG Traudi

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