Falkensteinkirche

Falkensteinkirche
Foto aus Wikipedia, Urheber: Griensteidl
Die römisch-katholische Falkensteinkirche ist eine Unserer Lieben Frau und dem heiligen Wolfgang geweihte Wallfahrtskirche auf dem Falkenstein in der Gemeinde Sankt Gilgen am Wolfgangsee. Sie steht über der Höhle, in der der heilige Wolfgang der Legende nach fünf Jahre gelebt hat.

Geschichte und Bauwerk
Eine Wolfgang-Kapelle auf dem Falkenstein wurde 1350 das erste Mal urkundlich erwähnt. 1626 ließ der Salzburger Pfleger von Hüttenstein, Johann Wilhelm Lueger, um die Höhle die heutige Kirche erbauen. Der Altar wurde 1692 aufgestellt. Das Altarbild zeigt den heiligen Wolfgang vor der Madonna und Pilgern. Es stammt von Adam Pürkmann und wurde um 1630 gemalt. Von 1659 bis 1811 lebten Einsiedler in der Nähe der Kirche.
Im 16. Jahrhundert war der Falkenstein eine der wichtigsten Pilgerstätten Europas mit etwa 100.000 Pilgern.
Höhle
Der Eingang in die Höhle ist knapp mannshoch. Durch ihn gelangt man in eine kleine Kammer, die sich in eine enge Kluftspalte fortsetzt. Es ist eine hangparallele Abrisskluft. Am Eingang gibt es drei ausgetretene Felsstufen.
Die Pilger durchquerten die Höhle ungeschaut und ungeschrien, das heißt ohne zurückzuschauen und schweigend. Von der Engstelle hieß es, dass sie auch der „Dickste, wenn er frei von Sünden ist“ begehen könne. Schwangere erhofften sich eine leichtere Entbindung.
Legende
Der heilige Wolfgang flüchtete vor dem Teufel und gelangte auf den Falkenstein. Vor ihm öffnete sich ein Felsen und ließ ihn hindurch. Das ist die Höhlung, die heute von der Kirche umgeben ist. In dieser Höhle lebte er fünf Jahre lang. Der heilige Wolfgang schuf für einen durstigen Laienbruder in der Nähe der Kirche eine Quelle, indem er mit seinem Stab in den Falkenstein stieß, worauf die noch heute fließende Heilquelle hervorsprudelte.
Weitere Kapellen in der Nähe
Von Fürberg führt ein Kreuzweg zur Kirche. Entlang des Kreuzweges steht die Kreuzkapelle mit einer geschnitzten Kreuzigung. Um die Kapelle sind Steine aufgehäuft, die von Pilgern zur Buße vom Tal heraufgetragen wurden. Mit solchen Steinen wurde ursprünglich die Kapelle erbaut.
Etwas weiter bergauf von der Kirche befindet sich eine Kapelle mit einer Heilquelle, die gegen Augenleiden helfen soll (neu erbaut im Jahr 1724).
Rund 500 Meter südöstlich der Kirche befinden sich noch zwei Kapellen: Die Beilwurfkapelle mit altem Steinmonument aus dem 15. Jahrhundert. Auf den Seiten trägt es Reliefs vom heiligen Michael mit dem Drachen, eine Figur mit Hellebarde, ein Wappen und der eine Axt werfende heilige Wolfgang. Die zweite Kapelle beherbergt ein Bild aus der Wolfgangslegende.

Quelle Text: Wikipedia

6 Gedanken zu „Falkensteinkirche

  1. Traudi

    Liebe Helga,
    Felsenkirchen oder Kirchlein auf einem Berg sind für mich schon immer etwas Besonderes gewesen. Auch dieses beeindruckt mich, weil es so schön an den Felsen „geklebt“ ist. 🙂
    Interessant ist auch hier die Legende.

    Viele Grüße
    Traudi

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  2. Waldameise

    Liebe Helga,

    den Stein hast du für mich zu spät ins Rollen gebracht. Das hätte ich mal eher wissen sollen, als ich vor vielen Jahren in St. Gilgen war. Aber vielleicht führt mich das Schicksal ja irgendwann noch einmal in diese Gegend, dann werde ich mich ganz sicher an deinen Stein erinnern.

    Ein lieber Gruß
    Waldameise

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  3. Ocean

    „ungeschaut und ungeschrien“ ..das ist ja interessant ausgedrückt 🙂

    Liebe Helga, hab Dank für den faszinierenden „Stein“ – eine Kollegin von mir war vor einiger Zeit am Wolfgangssee im Urlaub und hat diese Kirche auch erwähnt, aber die Hintergrundinformationen kannte ich natürlich nicht.

    Danke dir auch für die Infos wegen dem Rettich und Senf (der bei uns dort auch allerortens zu finden ist) im Weinberg 🙂 das hatte ich nicht gewußt. Ist auf jeden Fall ein Argument, ihn nicht zu essen wegen den Spritzmitteln. Die meisten Wengerter bei uns spritzen leider reichlich – es gibt aber auch ein paar Öko-Bauern – ich glaube, sie verwenden weniger „schädliches“ Spritzmittel .. 😉 aber ganz ohne geht es vermutlich nicht ..

    Viele liebe vorfrühlingshafte Grüße zu dir, und ein schönes Wochenende wünscht dir Ocean

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  4. do

    Die in Fels gehauenen Kirchen und Kapellen beeindrucken mich immer sehr. Und wenn Legenden zu diesen Bauten vorhanden sind umso mehr.
    Falkenstein kenne ich hingegen von den Grafen von Falkenstein. In unserer Nähe gibt es eine Burg und eine Burgruine, Alt- und Neufalkenstein, wobei letztere oberhalb eines Ortsteils, der St. Wolfgang heisst, liegt …
    Herzlich, do

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  5. werner

    Als Hobby Wallfahrer sind für mich so Kirchlein immer wieder interessant.
    Übrigens gibt es einen Ort Falkenstein im nördlichen Niederösterreich.
    Gruß
    Werner

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  6. minibar

    Liebe Helga, das ist ja interessant. Wenn Dicke nicht durchkommen, ist das ja nicht so nett 😉
    ist schon erstaunlich, was sich damals alles tat bei und für die Heiligen.
    Ein Cousin von mir heißt Wolfgang.
    ich habe ihm den Link geschickt.
    Liebe Grüße
    Bärbel

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