Barbarenstein

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Foto aus Wikipedia, Urheber: Cherubino

Das Kleinkastell Holzheimer Unterwald ist ein ehemaliges römisches Grenzkastell an der Wetteraulinie des Obergermanischen Limes, der seit 2005 den Status eines UNESCO-Weltkulturerbes besitzt.

Das frühere Auxiliarkastell befindet sich heute als konserviertes und teilrekonstruiertes Bodendenkmal in einem Waldgebiet des Großen-Lindener Hügellandes nordwestlich der Wetterau hin zum Lahntal des Gießener Beckens. Es liegt im Gebiet der Stadt Pohlheim im hessischen Landkreis Gießen, zwischen den Pohlheimer Stadtteilen Holzheim und Grüningen und dem Langgönser Gemeindeteil Lang-Göns.

In unmittelbarer Nähe des rekonstruierten Wachturms befindet sich der so genannte „Barbarenstein“, ein Gedenkstein, den der Direktor der Gießener Psychiatrie Robert Sommer gemeinsam mit seiner Frau 1912 hier errichten ließ. Der Name „Babarenstein“ leitet sich von der Inschrift des Steines her:

MEMORIAE ROMANORVM BARBARVS ANNO MDCCCCXII
Übersetzt: „Zur Erinnerung an die Römer, ein Barbar im Jahre 1912“.

Die Inschrift der Rückseite lautet LIMES IMPERII ROMANI („Grenze des Römischen Reiches“). Auf den Schmalseiten befinden sich die Angaben ROBERTVS SOMMER CVM VXORE („Robert Sommer mit Ehefrau“) und CIVIS GISSENSIS („ein Bürger Gießens“). Sommer hatte Land am Limes erworben, um dessen drohende Zerstörung durch fortgesetzte landwirtschaftliche Nutzung zu verhindern. Diese Verhaltensweise sowie die Errichtung des Steines geben einen kleinen Einblick in das Geschichtsverständnis bürgerlicher Kreise vor dem Ersten Weltkrieg.

Quelle Text: Wikipedia

5 Gedanken zu „Barbarenstein

  1. minibar

    Könnte aber auch heißen:
    Zur Erinnerung an die fremden Römer.

    Barbara ist die Fremde.
    Bei Gießen, da müssten wir doch mal hinkommen können….

    Antworten

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