Archiv des Monats: Juli 2007

Steinfrosch


Frosch aus Sandstein

Unser Mitbringsel aus dem Wochenende im Bayerischen Wald.
Wir waren unter anderem in der Gartenschau in Waldkirchen und haben dort farbenfrohe Stunden in zauberhaften Gärten verbracht.

Im „Aquasonum“ habe ich eine Wärterin beim Samenraub ertappt. Ihre Rechtfertigung „Ich möchte nächstes Jahr auch so einen schönen blauen Garten“.

Burg Kriebstein

Viele Dank, liebe Anja, für einen Stein aus Deinen Kindertagen.


Foto aus Wikipedia, Urheber: Kläuser

Die Kriebstein ist eine Burg drei Kilometer flussaufwärts von Waldheim, einer Kleinstadt im sächsischen Landkreis Döbeln.

Die Burg erhebt auf steilem Felsen über der Zschopau. Innerhalb der großen Gruppe der Höhenburgen verkörpert sie den Typ der Bergspornburg, d.h., die Anlage liegt auf dem äußersten Ausläufer eines von drei Seiten von der Zschopau in weitem Bogen umflossenen Bergsporns.

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Süsser Granit

Ein Mitbringsel von Renate aus der Bretagne. Renate ist nicht aus der Bretagne, aber der „süsse Granit“.

Diese Leckerei ist pappsüß und eher weich, wird also ihrem Namen nur zur Hälfte gerecht.

Danke, liebe Renate, für das weitgereiste Foto und Deinen heroischen Geschmackstest!

Hokusai

Vielen Dank für den Steinwurf an den ungenannten Spender 😉


Frosch und Steinbrech
Farbe auf Papier, 25,6 x 36,3 cm

Katsushika Hokusai (* vermutlich am 31. Oktober 1760 in Honjo; † 10. Mai 1849) war einer der bedeutendsten Vertreter des japanischen Ukiyo-e. Seine bekanntesten Werke sind die Farbholzschnitte der Serie „36 Ansichten des Berges Fuji“.

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Der wackere Schwabe

Als Kaiser Rotbart lobesam
Zum heil’gen Land gezogen kam,
Da mußt er mit dem frommen Heer
Durch ein Gebirge wüst und leer.
Daselbst erhub sich große Not,
Viel Steine gab’s und wenig Brot,
Und mancher deutsche Reitersmann
Hat dort den Trunk sich abgetan;
Den Pferden war’s so schwer im Magen,
Fast mußte der Reiter die Mähre tragen.

Nun war ein Herr aus Schwabenland,
Von hohem Wuchs und starker Hand,
Des Rößlein war so krank und schwach,
er zog es nur am Zaume nach;
Er hätt‘ es nimmer aufgegeben,
Und kostet’s ihn das eigne Leben.
So blieb er bald ein gutes Stück
Hinter dem Heereszug zurück;
Da sprengten plötzlich in die Quer
Fünfzig türkische Ritter daher.

Die huben an auf ihn zu schießen,
Nach ihm zu werfen mit den Spießen.
Der wackre Schwabe forcht sich nit,
Ging seines Weges Schritt vor Schritt,
Ließ sich den Schild mit Pfeilen spicken
Und tät nur spöttisch um sich blicken,
Bis einer,dem die Zeit zu lang,
Auf ihn den krummen Säbel schwang.

Da wallt dem Deutschen auch sein Blut,
Er trifft des Türken Pferd so gut,
Er haut ihm ab mit einem Streich
Die beiden Vorderfüß‘ zugleich.
Als er das Tier zu Fall gebracht,
Da faßt er erst sein Schwert mit Macht,
Er schwingt es auf des Reiters Kopf,
Haut durch bis auf den Sattelknopf,
Haut auch den Sattel noch zu Stücken
Und tief noch in des Pferdes Rücken;
Zur Rechten sieht man wie zur Linken,
Einen halben Türken heruntersinken.

Da packt die andern kalter Graus;
Sie fliehen in alle Welt hinaus,
Und jedem ist’s, als würd‘ ihm mitten
durch Kopf und Leib hindurchgeschnitten.
Drauf kam des Wegs ’ne Christenschar,
Die auch zurückgeblieben war;
Die sahen nun mit gutem Bedacht,
Was Arbeit unser Held gemacht.

Von denen hat’s der Kaiser vernommen.
Der ließ den Schwaben vor sich kommen;
Er sprach: „Sag an, mein Ritter wert!
Wer hat dich solche Streich‘ gelehrt?“
Der Held bedacht sich nicht zu lang:
„Die Streiche sind bei uns im Schwang;
Sie sind bekannt im ganzen Reiche,
Man nennt sie halt nur Schwabenstreiche.“

Ludwig Uhland (1787 – 1862)